Stress hat man nicht – man macht ihn sich

Im letzten Blogpost ging es um das Thema Zweifel. Heute möchte ich mit Dir über Stress reden … Stress, den Du Dir selbst, vielleicht aufgrund von Selbstzweifeln, machst. Hausgemachter und zu 99 Prozent unnötiger Stress, der Dich blockiert und verhindert, dass Du in Deinem kreativen Schaffen vorankommst und glücklich, ausgeglichen und zufrieden durchs Leben gehst.


Zu diesem Blogpost habe ich Dir übrigens «7 Tipps & Tricks für mehr Mut und weniger Stress in Deinem kreativen Alltag» als kostenloses Freebie zusammengestellt!
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Stress ist einer der Hauptauslöser für Überforderung, Selbstzweifel und Ängste, die schließlich zur Kreativblockade mutieren können. Diese kann Dich daran hindern, in Deinen kreativen Flow zu kommen. Doch was ist die Ursache für Stress und wie kannst Du verhindern, dass Du Dich davon völlig vereinnahmen lässt?

Stressoren bewusst wahrnehmen

Zunächst solltest Du achtsam mit Deinen Gedanken umgehen. Horche in Dich hinein, wie es Dir geht, was Dich beschäftigt und, vielleicht auch unterbewusst, stresst. Und warum lässt Du Dich davon stressen? Durch einen achtsamen Umgang mit Dir selbst, kannst Du erkennen, ob Du Dich gerade direkt in eine Stresssituation hineinmanövrierst und gegebenenfalls noch gegensteuern.

Vielleicht wirst Du auch von Deinem direkten Umfeld auf stressbedingte Verhaltensmuster hingewiesen. Du wirkst gehetzt oder unausgeglichen, bist fahrig, unaufmerksam oder unkonzentriert. Menschen, denen Du wichtig bist, fallen solche Änderungen meist eher auf, als Dir selbst und sie machen sich vielleicht Sorgen um Dich. Unter Umständen hast Du es unterbewusst selbst schon bemerkt.

Nimm solche Anzeichen unbedingt ernst, höre Dir selbst und Deinen Mitmenschen aufmerksam zu und verstehe sie keinesfalls als (Selbst)Kritik. Lass Dir alles möglichst objektiv und in Ruhe durch den Kopf gehen und ermittle mögliche Auslöser. Stress kann sehr vielfältige Ursachen haben. Situationen und Einflüsse, die von außen auf Dich einwirken, Dich emotional bedrängen oder überfordern.

Ursachen im Außen

Das können zum Beispiel Ansprüche sein, die Dein Umfeld an Dich stellt und denen Du nicht gerecht werden kannst ohne Dich zu verbiegen. Vielleicht sind es Erwartungshaltungen Deiner Mitmenschen, die Du erfüllen sollst oder eine bestimmte Richtung, in die Du gedrängt wirst. Oft geschieht dies unbewusst und ist meist nicht einmal böse gemeint.

Es gibt da nur ein Problem, es sind die Ansprüche und Vorstellungen anderer! Jeder Mensch ist einzigartig und hat ureigene Ideen und Wünsche, individuelle Lebensziele, die er erreichen möchte und das ist auch gut so!

Für hochsensible Menschen können visuelle, akustische, physische oder olfaktorische Reize im wahrsten Sinne des Wortes «zu viel» sein und durchaus extreme Stressfaktoren darstellen.

Der Faktor Zeit ist in unserer leistungsorientierten Gesellschaft ebenfalls ein großes Problem. Unsere To-Do-Listen werden immer länger. So viele Aufgaben und Pflichten, die in immer kürzerer Zeit abgearbeitet werden wollen oder müssen … und so landen wir unweigerlich wieder am Anfang.

«Stress hat man nicht, man macht ihn sich»

Lass Dir dieses Zitat von Aba Assa «Stress hat man nicht, man macht ihn sich» aus meinem Buch «Kopf frei für den kreativen Flow» mal ganz genau durch den Kopf gehen!

Der hausgemachte Stress, den wir uns schön selbst machen, ist letztendlich das größere Übel! Einflüssen und Situationen von außen kannst Du aus dem Weg gehen, ihnen entgegenwirken oder sie sogar vermeiden. Aber hast Du schon mal versucht, vor Dir selbst davon zu laufen?

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Stress – Hauptauslöser für Überforderung, Selbstzweifel und Ängste (Abb.: Joana Müller)

Mittelmaß als Wegbereiter für die großen Ideen

Viele Kreativschaffende stellen sehr hohe Ansprüche an sich selbst, neigen sogar zum Perfektionismus oder sind übermotiviert. Oft sind sie selbstkritisch und zensieren, bevor sie überhaupt angefangen haben.

Die eigene Komfortzone zu verlassen und sich neuen, unbekannten Herausforderungen und Projekten zu stellen, kann beängstigend sein und blockieren. Im schlimmsten Fall kommt noch der Zeitdruck in Form von Abgabeterminen und Deadlines dazu.

An dieser Stelle kann ich Dir eine treffende Aussage aus meinem Gespräch mit Felix Scheinberger ans Herz legen. Sinngemäß zitiert:

«Man sollte weniger streng mit sich selbst sein und Mittelmäßigkeit bewusst zulassen, denn dadurch kommt man über Umwege auf tolle Ideen, die ohne diesen Zwischenschritt vielleicht nie das Licht der Welt erblickt hätten … und das wäre doch wirklich sehr schade!»

Angst und Zweifel

Tiefsitzende Ängste bergen ebenfalls ein nicht zu unterschätzendes Stress- und Frustpotential. Grundsätzlich kann man sich ja vor Allem fürchten. Zumeist sind Ängste und Phobien irrational, da hilft leider kein noch so gut gemeinter Ratschlag.

Ich zum Beispiel, habe mit der Zeit eine gehörige Flugangst entwickelt. Flugreisen sind für mich der blanke Horror. Ich weiß, dass ein Flugzeug statistisch gesehen, das sicherste Verkehrsmittel ist. Das ändert jedoch nichts an der Panik, die ich bekomme, wenn auch nur die Möglichkeit besteht, dass ich mich in einen Flieger setzen soll.

Sachliche Argumente bringen mich da keinen Schritt weiter. Ich habe auch nicht die Möglichkeit, rational für mich zu entscheiden, dass ich keine Angst mehr vorm Fliegen habe. Es ist eine tiefsitzende und in gewisser Hinsicht krankhafte Angststörung, die ich nur mit therapeutischer Hilfe bekämpfen kann.

Letztendlich ist es ganz einfach

Doch nicht alle Ängste und Sorgen sind so schwer aufzulösen oder sitzen so tief wie meine Flugangst und benötigen Hilfe durch Dritte. Durch Achtsamkeit und die Erkenntnis, dass es da überhaupt ein Problem gibt, hast Du bereits den ersten Schritt getan, um Dir selbst zu helfen.

Bei der Problemanalyse und Ursachenforschung können Gespräche mit Menschen in Deinem näheren Umfeld sehr hilfreich sein. Im Gespräch mit anderen machst Du Deine Sorgen und Zweifel für Dich greifbarer, gibst ihnen ein Gesicht. Der Austausch mit Freunden, Deinem Partner oder der Familie kann Dir helfen, Deine Angstsituation aus einer objektiveren Perspektive zu betrachten, proaktiv anzugehen und zu ändern … «eigentlich» ganz einfach.

«Eigentlich» -, denn realistisch betrachtet, ist es meist ein Prozess, der immer seine Zeit braucht. Du musst es für Dich selbst, niemals für andere, wirklich ändern wollen und ganz wichtig, dranbleiben! Keine Angst ist unüberwindbar.

Ängste im Kreativprozess

Kreative Blockaden werden meist durch Ängste, Unsicherheit und Zweifel ausgelöst. Die Angst vor dem leeren, weißen Blatt ist hier wohl der Klassiker. Sie stellt für einige Kreativschaffende regelmäßig eine große Herausforderung dar und birgt ebenfalls enormes Stresspotenzial.

Weißes Blatt, Angst, Bleistift, Papierstapel

Wer hat Angst vorm weißen Blatt? (Abb.: Joana Müller)

 

Das leere Blatt steht sinnbildlich für Einfallslosigkeit, den absoluten kreativen Blackout und ist das Ergebnis diffuser Versagensängste und dem daraus resultierendem Misserfolg, gefolgt von Kritik und Ablehnung. Angst vor rechtlichen oder finanziellen Konsequenzen und dem damit verbundenen sozialen Abstieg. Die Folgen sind Frust, Demotivation und das Gefühl absoluter Unfähigkeit. Das ist natürlich das absolute Worstcase-Szenario!

Tipp: Um die Angst vor dem weißen Blatt zu umgehen, bring erst einmal irgend etwas auf´s Papier und wenn es nur ein krakeliger Strich ist. Oder Du sagst Dir, «Dieses Blatt mache ich jetzt erst einmal – und DANACH setze ich mich an das RICHTIGE Werk!» 

Für das Wort «Blatt» kannst Du natürlich jeden Beginn eines Kreativprojektes als Metapher nehmen!

Bedenke: Es gibt wohl leider keinen oder nur sehr wenige Kreativschaffende, die sich nie mit irgendwelchen Unsicherheiten und Zweifeln konfrontiert sehen. Letztendlich ist es auch egal, um welche Angst es geht, sie bremst oder unterbricht Deinen kreativen Schaffensprozess, verhindert, dass Du in den kreativen Flow kommst und es tut Dir auch nicht gut!

Hol Dir Hilfe

In meinem Buch «Kopf frei für den kreativen Flow» gehe ich im Kapitel «Erste Hilfe bei Blockaden» auf all die Ängste rund um den kreativen Schaffensprozess ein. Ich zeige Dir verschiedene Möglichkeiten und Übungen auf, wie Du Deine Ängste überwinden kannst. An dieser Stelle möchte ich Dir auch nochmal mein kostenloses PDF empfehlen: «7 Tipps & Tricks für mehr Mut und weniger Stress in Deinem kreativen Alltag». Du kannst es Dir hier kostenlos herunterladen, wenn Du Dich für meinen Flow-Newsletter anmeldest.

Und wenn der Stress und die Angst zu groß sind, als dass Du sie allein bewältigen könntest, hol Dir bitte Hilfe durch Dritte. Hilfe annehmen ist übrigens ein Zeichen von Mut und nicht von Schwäche!

Und schau gern mal bei meiner allerersten Jahreschallenge 12 Impulse für Deine Kreativität vorbei. Hier wartet jeden Monat eine neue, kleine Herausforderung auf Dich, die Dich hoffentlich inspiriert und Deine Kreativprojekte wachsen lässt.

Und jetzt lass Dich nicht stressen … wirf Deine Ängste und die Zweifel über Bord und starte voller Zuversicht in Deinen kreativen Flow!

 

Dieser Artikel ist ein Auszug aus meinem Podcast «Der kreative Flow», Folge 11.
Hier kannst Du reinhören:

Der kreative Flow-Podcast

 

 

(Stress-Blogartikel-Titelbild von: Joana Müller)

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