Impuls #04 – «Assoziatives Denken als Kreativmethode»

Hast Du schon einmal etwas vom assoziativen Denken gehört? Bei Impuls #4, dem assoziativen Denken, werden neue Informationen, wie beispielsweise ein Begriff oder ein freies Thema, mit bereits bekannten Begrifflichkeiten und Eindrücken verglichen und anschließend miteinander verknüpft.

«Assoziation» kommt aus dem Lateinischen «associare» für «vereinigen, verbinden, verknüpfen, vernetzen». Das heißt es werden durch das assoziative Denken neue Ideen oder Gedankenverbindungen durch Begriffsverknüpfungen geschaffen.

Neuere Studien aus der Gehirnforschung belegen, dass neuronale Verknüpfungen das ganze Leben lang möglich sind. Und noch einen Vorteil hat das assoziative Denken:

Je mehr Verbindungen wir schaffen, um so besser funktioniert unser Gedächtnis, auch im Alter!

Wie kann Dir assoziatives Denken jetzt helfen, um auf kreative Ideen oder ein Thema für ein Kreativprojekt zu kommen? Da habe ich eine Technik für Dich, die erstmal ziemlich willkürlich wirkt und sie ist es auch. Aber Du wirst Dich wundern, was dabei zu Tage kommen kann!

Die Aufgabe zu Impuls #4

Nimm Dir einen beliebiges Medium, in dem Du Text finden kannst, sei es ein Wörterbuch, einen Roman, eine Zeitung oder Zeitschrift oder einen Blogartikel. Dann leg eine Regel fest, nach der Du dort ein Wort herauspickst. Zum Beispiel das erste Nomen im Artikel oder das erste Verb. Oder den ersten Satz eines Romans.

Auf Basis dieser willkürlichen Auswahl fängst Du an zu assoziieren, also Begriffe zu finden, die dazu passen. Ist das erste Wort aus einem Artikel beispielsweise «Katze», assoziierst Du Fell, weich, Haustier, Katzenhaarallergie, Miauen, Katzenfutter, Revier markieren, Kastration, Krallen, Maus, Hund, Katzenspielzeug, etc.

Wenn Du zum Beispiel von einem ersten Satz aus einem Roman ausgehst, überlegst Du, was Dir dieser Satz erzählt und wie die Geschichte weitergehen könnte. Notiere Dir eine oder mehrere Varianten, gern auch in Stichworten.

Buch, Duden, Wörterbuch, Impuls

Mit einem Wörterbuch kannst Du die Reizwort-Technik ausprobieren und frei assoziieren. (Foto: Nina Sieverding, für: «Kopf frei für den kreativen Flow», Haupt Verlag, 2018)

Aus dieser Methodik kannst Du ohne Probleme ein eigenes Werk kreieren, sei es eine Kurzgeschichte, einen Comic, ein Bild, einen Song, eine Choreographie, ein Bilderbuch, einen Blog, einen Film, eine Fotoserie, eine Animation als Augmented Reality oder oder oder ….

Und wenn Dir das zu willkürlich ist, weil Du vielleicht Katzen nicht magst – oder Dir gefällt vielleicht der erste Satz aus dem Roman, den Du gewählt hast, nicht: ja, dann nimm einfach ein anderes Buch oder einen anderen Begriff.

Wenn Du die Schwierigkeitsstufe steigern möchtest, nimm Dir einen eigenen Begriff oder einen eigenen Satz. Gehe wie eben erklärt vor und assoziiere dazu wild und wertfrei. Schau, was sich daraus vielleicht entwickelt und das Du dann kreativ umsetzen kannst!

Meine Sicht auf die assoziative Methode

Diese Aufgabe ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ich weiß nicht genau, warum das so ist, aber ich bin eine assoziative Denkerin, hehe. Viele meiner Projekte sind so entstanden. Man könnte es wohl auch als «Kopfkino» bezeichnen, was da losläuft, wenn ich anfange zu assoziieren. Das kann mir auch sehr gut in Gesprächen passieren, wenn jemand ein Wort sagt, was mich triggert und dann denke ich sofort «Ah! Dazu müsste ich mal was machen!».

Wenn es Dir auch so geht, dann schreib Dir sowas auf, wenn Du eine Idee hast oder ein Wort nicht vergessen willst! Führe dazu ein Ideenbuch oder ein analoges oder digitales Notizbuch.

 

 

Journal, Skizzenbuch, Impuls

Nutze Dein Impuls-Journal auch für Impuls #4 … so geht keine Deiner Ideen verloren! (Foto: Roberta Bergmann)

 

Du kannst auch diesen Monat mal darauf achten, was Dir so für Begriffe vor die Füße fallen. Dann notierst Du sie in Dein Impuls-Journal für diese Challenge! Du wirst staunen, was da zusammenkommt und wie viele Ideen da plötzlich aufploppen. 

Im zweiten Schritt kannst Du ja dann, vielleicht nach zwei oder vier Wochen, eine kleine Prioritätenliste machen, welche drei «Assoziativ-Projekte», Du als nächstes umsetzen willst und dann kannst Du gern auch schon mit dem ersten Projekt starten!!! Denn ohne Anzufangen kann auch nichts fertig werden.

So, ich hoffe, mit diesem 4. Impuls konnte ich Dich inspirieren, in Deiner nahen Umgebung mal auf Themensuche zu gehen. Kreative Menschen halten aus meiner Erfahrung immer Augen und Ohren offen, um auf ihr nächstes Kreativprojekt zu kommen! In dem Sinne, sei neugierig und halte Ausschau nach Begriffen oder Input, der Dich assoziieren lässt!

Zeige Dich

Teile Deine Erfolge und Erfahrungen gern mit mir und meiner Community! Unter den Hashtags #flowimpulschallenge und #derkreativeflowimpuls, kannst Du Dich und Deine Arbeit gern zeigen. Ich bin schon sehr gespannt und werde Deine Ergebnisse wiederum auch auf meinen Kanälen auf Facebook und Instagram reposten!

Hast Du noch Fragen oder Anmerkungen, dann schreib mir gern an hallo@derkreativeflow.de oder sprich mir bei Speakpipe eine Sprachnachricht ein.

Vielleicht kennst Du jemanden, für den das hier genau der richtige Impuls sein könnte, dann schicke ihm oder ihr den Link zu diesem Blogpost!

 

Und hier kommt die Impuls #4-Podcastfolge zum direkten Nachhören:

Der kreative Flow-Podcast

 

Challenge – Impuls #5

Da musst Du Dich noch ein bisschen gedulden …

Hier kommst Du bald zu Impuls #5

Jahreschallenge 2021, Impuls #5

Die Jahreschallenge

Den Start-Blogpost der Jahreschallenge mit allen bereits veröffentlichten Impulsen kannst Du jederzeit noch einmal für Dich nachlesen.

Übersicht über alle bereits veröffentlichten Impulse zur Jahreschallenge

Jahreschallenge 2021, Startpost

 

 

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