Angeschlagenes Comic-Herz

Verdopple Deine Versagensquote, um erfolgreicher zu sein!

Heute möchte ich erreichen, dass Du die Angst vor dem Versagen verlierst. Verdopple Deine Versagensquote, verliere die Angst vor kreativen Niederlagen, Tiefschläge und Absagen. Durch sie lernst Du, entwickelst Dich weiter und sie geben Dir Kraft für neue Kreativprojekte, wie aus dem letzten Blogpost.

Heute geht es hier um Deine Willensstärke, Ausdauer, Stetigkeit und Deine Marathon-Qualitäten. 

Mutig sein – den Schritt in die Öffentlichkeit wagen mit allen Konsequenzen

dreidimensionale Glühbirne mit Krimskrams, visuelle Umsetzung zum Thema "Kreativität"

Mir geht ein kreatives Licht auf! – Um Erfolg zu haben, muss ich mutig sein und meine kreativen Ideen zeigen.

 

Wenn man alles auf eine Karte setzt, allen Mut zusammen nimmt und sich mit dem, was man geschaffen hat in die Öffentlichkeit wagt, dann muss man wirklich sehr mutig sein und man muss sich ein dickes Fell wachsen lassen. 

Jetzt kommt ein Geheimnis aller Kreativen: eine Regel, die auf fast alle Kreativschaffenden zutrifft:

Mehr als die Hälfte der Dinge, die man macht, wenn nicht sogar noch mehr– 2/3 oder 3/4 der Dinge–, sind nicht von Erfolg gekrönt oder führen nicht zu dem gewünschten und angepeilten Ziel. 

Nehmen wir das praktisches Beispiel: Einen Verlag finden. Bis man als Autor*in oder Illustrator*in einen Verlag findet (wenn man überhaupt einen findet), erhält man eigentlich erstmal jede Menge Absagen. Für mein Kinderbuch „Als der Affe die Banane warf und 25 Tiere traf“ habe ich bestimmt 30Absagen kassiert, für meine Interpretation von Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ war es nur eine Absage. Klar, es gibt auch Ausnahmen und Glücksfälle, sodass man es sofort verlegt bekommt, aber das ist nicht die Regel.

Roberta mit zwei illustrierten Büchern

Das bin ich mit meinen beiden Büchern „Als der Affe die Banane warf …“ (2015) und „Frühlings Erwachen“ (2014), beide erschienen im „kunstanstifter verlag“

 

Wenn jemand Schauspieler werden will, muss er eine Aufnahmeprüfung machen. Ich höre so oft von Schauspielern, die anfangs 5–10x an einer Schauspielschule abgelehnt wurden, oder noch öfter. Oder große Schauspieler, heute Stars, die es nie geschafft haben bei einer Schauspielschule angenommen zu werden. Aber ihr Wunsch war halt so groß und ihr Wille so stark, dass sie nicht gleich aufgegeben haben und es weiter verfolgt haben, auch trotz der ganzen Absagen.

Ablehnung ist normal – Mein Weg zum künstlerischen Studium

Ich selbst habe mich an sechs (!) Kunsthochschulen beworben und wurde nur bei zweien mit meiner Mappe angenommen! Und haben mir diese ganzen Absagen von den Kunsthochschulen am Ende geschadet? Nein, ich habe es aufgrund meines Willens und meines Eifers bis zur Professorin geschafft. Dazwischen liegt natürlich mehr als ein Jahrzehnt! Mehr Infos zu meinem Aufnahmemarathon  findest Du im Vorwort meines Buches «Die Grundlagen des Gestaltens».

Aus meiner Bewerbungsmappe für die Kunsthochschule

Hier siehst Du ein paar Bilder aus meiner künstlerischen Mappe für die Bewerbung an der Kunsthochschule

 

Aber nochmal zurück zu den Anstrengungen einer Mappenprüfung. Zum einen bestimmst Du über die Auswahl Deiner Arbeiten und deren Qualität über die Chancen für eine Aufnahme an einer Kunsthochschule. Zum anderen musst Du bedenken, dass es Umstände gibt, die Du nicht selbst in der Hand hast: Die Juryzusammensetzung, die Mitbewerber-Mappen und deren Qualität und die Eigendynamik einer Aufnahmekommission. 

Das Gleiche ist es übrigens mit Wettbewerben und Stipendien. Wie oft nehme ich an Wettbewerben teil und wie oft gewinne ich einen Wettbewerb? Ich schätze im Jahr mache ich so bei 10 Wettbewerben mit und ich glaube, ich gewinne recht selten, vielleicht jede 20.-25. Bewerbung für einen Wettbewerb kommt durch. 

Visualisierung von "Gewinner sein", Roberta Bergmann hält einen Papp-Award in die Luft.

Auch ich gewinne gern – allerdings nur sehr selten (lach!), was völlig normal ist.

 

Andere halten das gar nicht so lange durch, immer wieder diese Bewerbungen für Wettbewerbe abzuschicken. Und auch da muss man sich ein dickes Fell zulegen. Bei jeder Absage, die man per Post oder Mail erhält, ist die Enttäuschung erstmal groß. Und in dem Moment hat man echt keine Lust mehr, jemals wieder an einem Wettbewerb teilzunehmen. Und man hat große Zweifel, ob man zu irgendwas taugt, weil man eben so viele Absagen erhält.

Das ist übrigens ein abgewandeltes Zitat von Tom Watson und Du findest es in meinem Buch «Kopf frei für den kreativen Flow» auf Seite 129.

Denn nur wer seine Versagensquote verdoppelt, kann auch seine Gewinnchancen verdoppeln oder zumindest erhöhen! Versagen gehört zum Kreativsein dazu, das ist die knallharte Wahrheit. 

Entweder man macht also wirklich Fehler oder gibt nicht sein Bestes bei einem Projekt, dann lernt man aus diesen Fehlern und reflektiert im Nachhinein darüber – und macht es beim nächsten Mal einfach besser. 

Manchmal muss auch einiges an Zeit vergehen und dann sieht man aus dem Abstand zum Projekt heraus, dass es tatsächlich nicht gut genug war. Oder man wird bei einer Ausschreibung, einem Förderantrag oder einer Stipendiumsbewerbung ablehnt, dann kann man vielleicht auch daraus seine Schlüsse ziehen. Indem man recherchiert, wer gewonnen hat und sich ggf. die Begründungen der Jury durchliest. Gerade bei dem zweiten Fall sollte man sich aber auch sagen:

«Das hat nichts mit mir oder meiner künstlerischen/kreativen Arbeit oder meinem tatsächlichen Talent zu tun und mit meiner Person schonmal gar nicht.» 

Ein weiterer Punkt, der mich auch sehr tröstet und ich glaube, das hat mir mal jemand gesagt, nachdem ich wieder irgendwo abgelehnt wurde, ist: «Deine Arbeit ist nicht aus dem Grund nicht ausgewählt worden, weil sie schlecht ist. Es sind vielmehr Arbeiten ausgewählt worden, auf die sich die Jury einigen konnte. Nicht die beste Arbeit gewinnt den 1. Preis, sondern die Arbeit, die den größten Kompromiss der Auswahljury darstellt.» Tröstlich!

 

Ausdauer und Willensstärke helfen Dir, durchzuhalten und erfolgreich zu werden

Wahrscheinlich verfügst Du, wie die meisten Kreativschaffenden, über ausreichend Willenskraft. Du kannst Deine eigenen Gefühle und Stimmungen so beeinflussen, dass Du mehr mentale Energie aufbringst, als Du tatsächlich benötigst. Das heißt Dein Energiespeicher (= Willenskraft) ist immer so voll, dass nicht Gefahr besteht, Dein Ziel aus den Augen zu verlieren oder gar aufzugeben. 

Programmiere Dich am besten mit positiven Gedanken und glaube fest daran, dass Du es schaffen kannst, wenn Du es nur fest genug willst und ausdauernd dafür kämpfst. 

Deine Willensstärke wird definiert durch charakterliche Kennzeichen wie Ausdauer (Beharrlichkeit), Robustheit, Tatkraft, Entschlossenheit und Zielstrebigkeit. Wenn du diese «Superkräfte» besitzt, kannst du deine selbst gesteckten Ziele erreichen, ohne gegen allzu große Widerstände ankämpfen zu müssen. 

Versuche Dich mit diesen Gedanken zu motivieren, wenn Dich mal wieder eine Absage oder scheinbare Niederlage hart trifft. Wenn du eine Niederlage erlebt hast, ist es wichtig, dich davon nicht mental zerstören zu lassen. Eine Freundin von mir pflegt in solchen Momenten zu sagen: «Hinfallen, Aufstehen, Krönchen richten, Weitergehen.» 

Fehlversuche und Niederlagen kannst du mit Ausdauer und Entschlossenheit ausgleichen. Und irgendwann klappt es bestimmt. Denn ich bin der Meinung: Alles was man wirklich erreichen will, das schafft man auch!

 

Dieser Artikel ist ein Auszug aus meinem Podcast «Der kreative Flow», Folge 6.
Hier kannst Du reinhören:

Der kreative Flow-Podcast

 

 

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