Schluss mit Ausreden

Impuls #38 – Schluss mit Ausreden

Im heutigen Impuls und Blogartikel erfährst Du, wie Du endlich Schluss mit Ausreden machst und stattdessen mutig in neue Projekte gehst und pragmatisch anpackst.

Alle weiteren Impulse, die Dich aktiv kreativ(er) machen, findest Du übrigens hier auf dem Blog.

Warum wir oft Ausreden suchen

Heute reden wir mal Tacheles. Du kennst das bestimmt: Oft findest Du Ausreden etwas nicht zu machen. Das kann daran liegen, dass das zum Beispiel etwas Neues ist, was Du nicht machen möchtest. 

Die Frage ist, warum möchtest Du das nicht angehen? Oft stecken Ängste und Unsicherheiten dahinter, was passiert, wenn Du es startest. Du könntest Dich zum Beispiel blamieren oder scheitern. 

Jeder hat mal Angst im Leben.

Wir dürfen uns von unseren Ängsten nicht beherrschen lassen. (Bild: Unsplash)

Ein anderer Grund für Ausreden etwas nicht zu machen, ist, Du möchtest es möglichst bequem haben und das, was Du angehen könntest, holt Dich aus Deiner Komfortzone und da war es doch gerade so gemütlich. 

Ausreden werden aber oft auch bei Überforderung getroffen: „Ich kann das jetzt nicht machen, das schaffe ich zeitlich/emotional/physisch/energiemäßig nicht.“

Ich gebe zu, wir sind wahrscheinlich alle permanent überfordert. Das liegt an den äußeren Einflüssen, gesellschaftlich/politisch/klimatisch. 

Doch, wenn wir uns permanent davon lähmen lassen, werden wir irgendwann komplett handlungsunfähig werden. Doch leichter gesagt, als getan, ich weiß. 

Fehlendes Selbstbewusstsein

Warum findest Du noch Ausreden? Vielleicht weil Dein eigener Selbstwert und Dein Selbstbewusstsein für Dein kreatives Schaffen (noch) nicht groß genug sind.

Vielleicht vergleichst Du Dich mit anderen und denkst Dir dann, dass die anderen die besseren Arbeiten machen, besser zeichnen, schreiben, gestalten als Du. Und soll ich Dir mal was sagen? Das ist wahrscheinlich sogar die Wahrheit! Pah! Was? Ja, wenn Du dieses Argument schon bringst, kannst Du es auch zu Ende denken: Es gibt nämlich immer jemanden, der besser ist als Du. Deshalb ist das auch ein ziemlich blödes Argument. 

Aber genau das sollte Dich nicht davon abhalten, Deinen eigenen Kram zu machen. Dein kreativer Output ist nämlich einzigartig und wahrscheinlich sogar mega gut noch dazu! 

Und sind wir doch mal ehrlich: Das Hantieren mit Ausreden frustriert Dich doch selbst auch, oder?

Deine Impulsaufgabe

Ich gebe Dir jetzt mal ein paar Denkanstöße an die Hand, die dir helfen können, Ausreden zu minimieren oder zumindest besser damit umzugehen:

To-Do-Liste bei Ausreden

Leg Dir eine To-Do-Liste bei Ausreden an. (Foto: Jess Bailey, Unsplash)

1. Beginne damit, deine eigenen Ausreden zu erkennen. Frage dich in einer Selbstreflexion-Session, warum du Ausreden benutzt. Welche Ängste, Unsicherheiten oder Gewohnheiten stecken dahinter? Und warum hast Du diese Ängste? Warum bist Du so unsicher bei dem Thema? Mit welchen Gewohnheiten willst Du nicht brechen? 

Schreib eine kleine Liste, wo Du genau diese Ängste, Unsicherheiten, Gewohnheiten und negativen Glaubenssätze auflistest und damit für Dich sichtbar machst. Wenn Du sie lokalisiert hast, wenn Du weißt, warum Du Dich herausredest, kannst Du anfangen, an dieser Herausforderung bzw. Deinem „Problem“ zu arbeiten. Denn das ist ja etwas, was Dich auch belastet, nehme ich an.

2. Definiere klare und erreichbare Ziele. Wenn du ein Ziel vor Augen hast, wirst du wahrscheinlich weniger Ausreden finden, um es zu umgehen. Schreib Dir z.B. auf, was Du in diesem Jahr für Ziele erreichen möchtest. Ich glaube, da empfehle ich Dir Impuls #13 (Projektplanung) und Impuls #23 (Größer denken).

3. Eine gute Planung Deiner Kreativprojekte kann helfen, Ausreden zu vermeiden. Strukturiere deine Aufgaben und setze Prioritäten, um den Bedarf an Ausreden so zu minimieren.

4. Übernimm Verantwortung für deine Handlungen und Entscheidungen. Jeder macht Fehler. Ist nicht schlimm. Wenn du einen Fehler machst oder etwas nicht erreicht hast, gestehe es Dir ein, anstatt Ausreden zu suchen. Analysiere, woran es lag, denn dann kannst Du es beim nächsten Mal besser machen (und brauchst auch keine Ausreden mehr).

5. Setze realistische Erwartungen an dich selbst und an andere. So überforderst Du Dich nicht. Überforderung kann zu Ausreden führen.

6. Identifiziere Ablenkungen und Prokrastinationen und versuche, diese zu minimieren. So sparst Du Zeit und kannst diese für Deine Ziele nutzen und Dich mehr darauf konzentrieren. Du brauchst am Ende des Tages weniger Ausreden zu finden, warum Du etwas heute nicht geschafft hast!

7. Suche nach einer Person, der du von deinen Zielen und Plänen erzählst und die dich ggf. zur Rechenschaft ziehen kann, wenn Du es nicht erreichst. Dies kann dir helfen, Ausreden zu vermeiden, weil Du Deine Zielsetzung ernster nimmst, gerade weil Du jemanden hast, der eingeweiht ist.

8. Motiviere Dich selbst, wenn es sonst keiner tut! Auch das hab ich schon in meinem Buch „Kopf frei für den kreativen Flow“ geschrieben.  Manchmal ist man als Kreative*r einfach Einzelkämpfer*in. Lass Dich davon aber nicht einschüchtern, sondern feuere Dich stattdessen selbst an. Erinnere dich daran, warum deine Ziele wichtig sind und wie du von ihrer Erreichung profitieren wirst. 

9. Versuche, positive Gewohnheiten zu entwickeln, die deine Produktivität steigern und so auch Ausreden minimieren. Hör dazu auch gern nochmal in Impuls #34 rein (Kreativroutinen)

10. Hilfe vom Profi. Wenn du Schwierigkeiten hast, Ausreden zu überwinden, ja, Dein kompletter Alltag nur noch aus Ausreden besteht, kann es hilfreich sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wie zum Beispiel von einem Coach oder einer Therapeut*in.

Und jetzt der wichtigste Tipp am Ende: Mach Dich nicht verrückt. Jeder von uns redet sich mal mit Ausreden heraus. Das ist normal. Es zu bemerken und dann bewusst zu reduzieren, ist der erste Schritt, mehr aus Deinem kreativen Schaffen herauszuholen! Bleib geduldig mit Dir selbst, sei lieb zu Dir und arbeite kontinuierlich daran, deine Gewohnheiten und Denkmuster zu verbessern. Glaub an Dich.

Eine weitere Übung

Zum Schluss noch ein konkrete Frage und Übung für Dich:

Überleg mal, wann Du das letzte Mal eine Ausrede angewendet hast! Worum ging es da? Und was war die Ursache, dass es zu dieser Ausrede kam?

Kannst Du das identifizieren? Wenn ja, versuche mal im nächsten Schritt diese Ausrede in Deinem Kopf rückgängig zu machen und Dich positiv zu bestärken, diese „Sache“, um die es da ging mit anderen Augen zu sehen und es doch zu wagen, es diesmal anders zu machen, zumindest erstmal gedanklich.

Und dann schau, was diese Verhaltensänderung mit Dir macht.

Das war mein 38. Impuls für Dich!

Wenn Du noch Fragen dazu hast, schreib mir gern an oder sprich mir bei Speakpipe eine Sprachnachricht ein. Ich freue mich in jedem Fall über Feedback von Dir zu dieser speziellen Aufgabe! Lass mich wissen, ob dieser Impuls etwas mit Dir gemacht hat!

 


Diesen Blogartikel als Podcastfolge anhören

Und hier kommt die Impuls #38-Podcastfolge zum direkten Nachhören:

Der kreative Flow von Roberta Bergmann

 

 

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